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Bakersfield Sound

 

     


Bakersfield Sound

Die Ursprünge des Bakersfield Sound liegen in den Wanderungsbewegungen der dreißiger und vierziger Jahre, als während der Depression zehntausende bettelarmer Landarbeiter aus Oklahoma gen Westen zogen. Die sogenannten Okies suchten Arbeit in den Obstplantagen und Industriegebieten des reichen Kaliforniens. Eines der Hauptansiedlungsgebiete war die Gegend rund um das 150 Kilometer nordöstlich von Los Angeles gelegene Bakersfield. Hier entstand eine lebendige Musikzene, die von der ländlichen Musik der Okies geprägt war.

In den fünfziger Jahren zog der gebürtige Texaner Buck Owens nach Bakersfield. Er hatte einen harten, an den Rock'n'Roll angelehnten Gitarrenstil. Einen ähnlichen Stil spielte Wynn Stewart. Der härtere und klarere Sound und die simplen Arrangements hoben sich deutlich von dem in dieser Zeit vorherrschenden weichen, gekünstelten Nashville Sound ab. Bakersfield dominierte in den sechziger Jahren die Country-Musik. Mitverantwortlich hierfür war der Aufstieg Merle Haggards, der - nahe Bakersfield geboren - das echte Okie-Feeling in seine Musik einbringen konnte. Owens und Haggard waren die Stars, die letztendlich den Bakersfield Sound über die Region hinaus populär machten.

Heute hat Bakersfield viel von seiner einstigen Bedeutung verloren. Die früher so lebendige Club-Szene hat sich nach Los Angeles verlagert. Nashville ist wieder Zentrum der Country-Musik. Der 1985 zum Star gewordene Dwight Yoakam gilt als letzter großer Vertreter des Bakerfield Sounds.

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