Musik Downloads Genres

George Jones

 

     


George Jones

Der Country-Sänger George Jones (* 12. September 1931 in Saratoga, Texas) stammt wie so viele andere Musiker seiner Dekade aus ärmlichen Verhältnissen. Mit neun Jahren lernte er Gitarre spielen und begann bald darauf in den Straßen von Beaumont für Pennies zu musizieren. Mit 19 heiratete er zum ersten Mal. Ein Jahr später wurde er geschieden und zur Marine eingezogen.

Erste Schritte

Entdeckt wurde George Jones 1953 von Harold Daily, der Teilhaber an der Plattenfirma Starday Records war und für viele Jahre sein Produzent und Manager wurde. Die erste Single No Money In This Deal war ein Misserfolg, wie auch die folgenden Veröffentlichungen. Aber Why, Baby, Why schaffte es 1955 bis auf Platz vier der Country Charts. Es folgten weitere Top-Ten-Plazierungen, und 1959 wurde mit White Lightning die Spitzenposition der Country-Hitparade erreicht.

1962 wechselte er auf Veranlassung seines Managers zum Label United Artists Dort nahm er zusammen mit Melba Montgommery eine Serie von recht erfolgreichen Singles auf. 1965 wechselte er erneut die Plattenfirma. Bei Musicor produzierte er eine Unmenge von Songs. George Jones gilt als der Country-Musiker, der die meisten Platten veröffentlicht hat. Er war fast ständig in den Country-Charts vertreten, wenn auch die ganz großen Erfolge selten waren. Seine bekanntesten Hits aus dieser Zeit waren Love Bug und A Good Year For The Roses.

Ehe mit Tammy Wynette

1968, mittlerweile zum zweiten Mal geschieden, zog Jones nach Nashville. Hier begegnete er der zehn Jahre jüngeren Tammy Wynette, die es gerade bis ganz nach oben geschafft hatte. Anfang 1969 heiraten die beiden. Jones wechselte bei dieser Gelegenheit sowohl seinen Manager als auch erneut das Plattenlabel. 1971 unterschrieb er bei Epic, der Firma, bei der auch seine Frau unter Vertrag war. Jones und Wynette waren durch ihre Heirat zu Superstars der Country-Szene avanciert. Es wurden eine Reihe von sehr erfolgreichen Duetts produziert. Aber jeder veröffentlichte weiterhin Solo-Platten.

Die Ehe kriselte bald. Die beiden starken Persönlichkeiten, die sich nur schwer anpassen und unterordnen konnten, trugen ihre Streitigkeiten zunehmend in der Öffentlichkeit aus. Hinzu kamen massive Alkoholprobleme bei Jones. Ihre gemeinsamen Aufnahmen litten darunter nicht. Im Gegenteil, sie gewannen an Ausdruckskraft und Authentizität. Ihre größten Hits waren 1973 We're Gonna Hold On und 1976 Golden Ring. Tammy verließ George 1974. Ein Jahr später wurde die Ehe geschieden. Man spielte aber weiterhin gemeinsam Platten ein.

Die weitere Karriere

Nach der Scheidung verschlimmerten sich seine Alkoholprobleme. Hinzu kam eine Kokainabhängigkeit. George Jones musste häufig wegen Trunkenheit Konzerte absagen. Er handelte sich dafür den Spitznamen "No-Show Jones" ein. Hitparaden-Erfolge wurden seltener. 1980 schaffte er es mit He Stopped Loving Her Today aber erneut an die Spitze der Country-Charts. Im gleichen Jahr brachte er das Album I Am What I Am heraus, das sich mehr als eine Millionen mal verkaufte und mit Platin ausgezeichnet wurde. Trotz seiner Erfolge schaffte Jones es nicht, von den Drogen wegzukommen. Er randalierte in der Öffentlichkeit und bekam Probleme mit der Polizei.

1983 heiratete er zum vierten Mal. Mit Hilfe seiner Ehefrau gelang es ihm endlich, seinen Alkohlokonsum zumindest eine Zeitlang unter Kontrolle zu halten. Unterdessen hatten jüngere Country-Sänger das Ruder übernommen. Fast alle nannten George Jones als ihr Idol. Der alte Mann produzierte weiterhin Platten, aber die großen Erfolge blieben aus. 1998 hatte er einen schweren Autounfall, der ihn beinahe sein Leben kostete. Er verbrachte über eine Woche in der Intensivstation. Es gab Komplikationen, aber er überlebte. Nach diesem traumatischen Erlebnis schaffte es er es endlich und endgültig von Alkohol und Drogen wegzukommen. Sein Album Cold Hard Truth, dass je zur Hälfte vor und nach dem Unfall entstanden war, gilt heute als eines seiner besten.

1992 erhielt er die größte Auszeichnung, die die Country-Musik zu vergeben hat: er wurde in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Tammy Wynette folgte ihm sechs Jahre später. 1995 veröffentlichte er seine Biographie: I lived To Tell It All.

George Jones, auch das Possum genannt, ist ohne Zweifel einer der größten Country-Sänger aller Zeiten. Kein anderer war in der Lage, Lieder so gefühlvoll darzubieten. Mit seiner heiseren, schwankenden Stimme, die oft unvermutet die Tonhöhe wechselte, zog er den Zuhörer unwiderstehlich in seinen Bann. Seine gequält dargebrachten Texte waren vielfach autobiographisch und wirkten echt und authentisch. Er galt als härtester Trinker Nashvilles, aber hat überlebt und mehr als fünf Jahrzehnte lang erfolgreich Musik gemacht.

Alben (Auswahl)

Label Starday:
• The Grand Ole Opry's New Star (1957)
• Long Live King George (1958)
• Hillbilly Hit Parade (1958)

Label Mercury:
• Country Church Time (1959)
• White Lightning And Other Favorites (1959)
• George Jones Salutes Hank Williams (1960)
• Country And Western Hits (1961)
• From The Heart (1962)

Label Razor & Tie:
• George Jones Sings Bob Wills (1962)
• The Sings The Hits Of His Country Cousins (1962)
• Homecoming In Heaven (1962)

Label United Artists:
• My Favorites Of Hank Williams (1962)
• The New Favorites Of George Jones (1962)
• Sings More New Favorites (1963)
• I Wish Tonight Would Never End (1963)
• What's In Our Hearts (1963)
• George Jones Sings Like The Dickens (1964)
• Bluegrass Hootenanny (1964)
• A King & Two Queens (1964)
• I Get Lonely In A Hurry (1965)
• King Of Broken Hearts (1965)

Label Musicor:
• Old Brush Arbors (1965)
• Mr. Country & Western (1965)
• New Country Hits (1965)
• Famous Country Duets (1965)
• For The First Time! Two Great Singers (1965)
• Recorded in Nashville (1965)
• George Jones And Gene Pitney (1965)
• Country Heart (1966)
• We Found Heaven Right Here On Earth At "4033" (1966)
• I'm A People (1966)
• Love Bug (1966)
• It's Country Time Again! (1966)
• Cup Of Loneliness (1967)
• Hits By George (1967)
• Walk through This World With Me (1967)
• If My Heart Had Windows (1968)
• The Sings the Songs Of Dallas Frazier (1968)
• I'll Share My World With You
• My Country (1969)
• Where Grass Won't Grow (1969)
• Will You Visit Me On Sunday? (1970)
• The Great Songs Of Leon Payne (1971)
• George Jones With Love (1971)
• The Best Of Sacred Music (1971)

Label Epic:
• We Go Together (1971)
• Picture Of Me Without You (1972)
• George Jones (We Can Make It) (1972)
• Me And The First Lady (1972)
• Nothing Ever Hurt Me (1973)
• We're Gonna Hold On (1973)
• Battle (1976)
• Alone Again (1976)
• My Very Special Guests (1979)
• I Am What I Am (1980)
• Encore: George Jones & Tammy Wynette (1981)
• Still The Same Ole Me (1981)
• A Taste Of Yesterday's Wine (1982)
• Jones Country (1983)
• Shine On (1983)
• You've Still Got a Place in My Heart (1984)
• By Request (1984)
• Ladies' Choice (1984)
• First Time Live (1985)
• Who's Gonna Fill Their Shoes (1985)
• Wine Colored Roses (1986)
• Too Wild Too Long (1987)
• One Woman Man (1989)
• You Oughta Be Here with Me (1990)
• Friends In High Places (1991)

Label MCA:
• And Along Came Jones (1991)
• Walls Can Fall (1992)
• High-Tech Redneck (1993)
• Bradley Barn Sessions (1994)
• One (1995)
• I Lived To Tell It All (1996)
• It Don't Get Any Better Than This (1998)

Label Asylum:
• The Cold Hard Truth (1999)

Weblinks
http://www.georgejones.com

zurück

 

home
impressum
english


CK DESIGN