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Jimmie Rodgers

 

     


Jimmie Rodgers

Jimmie Rodgers (*8. September 1897 in Meridan, Mississippi, † 26. Mai 1933) gilt als der erste große Star der Country-Musik.

Kindheit und Jugend

Jimmie Rodgers, der Sohn eines Eisenbahners, wurde nach dem Tod seiner Mutter von einer Tante großgezogen. Bereits als Kind begann er zu singen und Gitarre zu spielen. Mit zwölf Jahren gewann er einen Talentwettbewerb und beschloss, mit Musik Geld zu verdienen. Doch sein Vater brachte ihn bei der Eisenbahn unter. Jimmie arbeitete dort einige Jahre lang in verschiedenen Jobs - unter anderem als Bremser, was ihm später den Spitznamen "Singing Brakeman" einbrachte. Neben seiner Arbeit nutzte er jede Gelegenheit zu musizieren und Technik und Stil zu verfeinern. Die reichhaltigen Erfahrungen aus diesen Jahren verarbeitete er immer wieder in seinen Songs.

Anfänge

1924 erkrankte Jimmie Rodgers an Tuberkulose und musste bald darauf seinen Job bei der Eisenbahn aufgeben. Er lebte bei der Familie seiner zweiten Frau und versuchte mühsam, sich mit Musik und gelegentlichen Jobs über Wasser zu halten. 1927 spielte er beim Produzenten Ralph Peer vor, der ländliche Talente suchte, die sich vermarkten ließen. Es wurde eine Single produziert, an der Rodgers genau 27 Dollar verdiente.

Karriere

Aber er bekam eine Chance für eine weitere Aufnahme. Dieses Mal wurde mit T For Texas (Blue Yodel No.1) ein Top-Hit produziert, der sich über eine Millionen Mal verkaufte - ein außerordentlicher Erfolg für die damalige Zeit. 1928 wurden weitere Blue Yodels eingespielt. Einer seiner bekanntesten Songs - In The Jailhouse - stammt ebenfalls aus diesem Jahr.

Jimmie Rogers war zum ersten Superstar der Country-Musik avanciert. Seine Platten verkauften sich wie von selbst, die Konzerte waren ausverkauft. Unter der ständigen Belastung begann sich sein Gesundheitszustand weiter zu verschlechtern. Er gab das Geld mit vollen Händen aus, kaufte sich eine luxuriöse Villa und die teuersten Autos. So war er gezwungen, ständig weitere Platten zu produzieren und Konzerte zu geben.

Die auf den Börsenkrach von 1929 folgende Weltwirtschaftskrise verschärfte die Lage. Die Bevölkerung hatte kein Geld mehr für Schallplatten und Konzert-Tickets.

Früher Tod

Anfang 1933 geriet Rodgers in ernste finanzielle Schwierigkeiten und war gezwungen, trotz seiner schweren Krankheit jede sich bietende Gelegenheit Geld zu verdienen wahrzunehmen. Nach einem Zusammenbruch fühlte er sein Ende nahen und entschloss sich zu einer letzten Aufnahmesession. Im Studio wurde ein Bett aufgestellt und eine Krankenschwester war anwesend. Jimmie Rodgers spielte die zwölf letzten Songs seines Lebens ein. Er verstarb zwei Tage später.

Seine Karriere hatte nur sechs Jahre gedauert. Dennoch übte der "Singing Brakeman" erheblichen Einfluß auf alle Country-Musiker aus, die nach ihm kommen sollten. Praktisch jeder Star der vierziger, fünfziger und sechziger Jahre berief sich auf Jimmie Rodgers. Er alleine hatte die Country-Musik vom Hinterwäldler-Image befreit. Die zumeist selbstgeschriebenen Texte seiner Songs gingen weit über die gewöhnlichen Hillbilly-Themen hinaus. Er war einer der ersten Country-Interpreten, die persönliche Erfahrungen in ihre Lieder einfließen ließen. Bekanntestes Beispiel ist der TB Blues. Auch stilistisch löste er sich von seine Vorgängern. Er verwendete Blues- und Jazz-Elemente und war der erste, der das alpenländische Jodeln - den Blue Yodel - in die amerikanische Volkmusik einbrachte.

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