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Rave

 

     


Rave

Rave, aus dem Englischen für "rasen, schwärmen, toben, fantasieren", ist die Bezeichnung für eine während der Acid House Bewegung ab dem Summer of Love 1987 entstandene Art großer Party-Veranstaltung mit lauter elektronischer Musik.

Rave als Genrebezeichnung

In der Regel werden auf Raves alle Arten von Techno gespielt. Gleichzeitig wurde besonders Anfang der 1990er Jahre mit Rave-Music auch eine besonders auf den Raves populäre Art der Techno-Musik bezeichnet. Es handelte sich hierbei meist um Musik der Genres Trance, Hardtrance und Hardcore-Techno oder um Breakbeat-Stile mit besonders euphorischem Charakter. Heute ist die Verwendung dieses Sammelbegriffs in Szenekreisen allerdings verpönt, der Begriff Rave wird stattdessen fast nur noch für die Veranstaltungen verwendet.

Musik auf den Raves

Musikalisch kann man je nach Rave verschiedene Stilrichtungen des Techno finden. Ob es sich dabei um einen härteren Stil handelt (Gabber, Schranz), gemäßigten Techno, House oder Breakbeat/ Drum and Bass oder eher sanfte, melodiöse Stilrichtungen vertreten sind (Trance, Ambient, Goa und Chill Out-Musik), ist i. d. R. nur an den Namen der DJ's im sog. "line-up" und manchmal auch an der Namensgebung und dem Design der Flyer zu erkennen.

Rave-Tourismus

Auch wenn die Techno-Welle aufgrund der immer stärkeren Vermischung mit anderen, sogar nicht-elektronischen Musikrichtungen und auch fehlenden neuen Impulsen ihren Zenit vermutlich bereits überschritten hat, entwickelt sich ein ausgeprägter Rave-Tourismus ständig weiter. Neben den bereits länger bekannten Fahrten nach Ibiza oder auf Rave-Kreuzschiffen sind insbesondere spirituell angehauchte Reisen nach Indien oder zur Frühjahrskirschblüte in Japan angesagt.

Große und bekannte Raves

Die wohl bekannten Raves sind die regelmäßig stattfindende Love Parade in Berlin sowie die Streetparade in Zürich. Ein anderes nennenswertes Event im deutschsprachigem Raum findet im Sommer jeden Jahres auf der ehemaligen Atomraketen-Abschussbasis Pydna, im Hunsrück bei Kastellaun statt. Die Nature One gestaltet sich als Festival mit drei Tagen open-air-Techno, ähnlich wie Rock im Park. Weitere klassische Raves im deutschsprachigen Raum sind der jährliche Mayday in Dortmund sowie die Timewarp mit ihren Ablegern in Norden und Osten Deutschlands sowie ihrem Love'n'Light-Rave sowie dem Love-Family-Park. Legendär in die Geschichte der Raves eingegangen ist die im alten Flughafen München-Riem 1992 stattgefundene Two Years of Technomania als einer der besten Raves aller Zeiten.

Wichtige Raves im deutschsprachigen Raum (nach Größe 2003, Quelle für Besucherzahlen (http://www.ravesite.de/news/parades04.php):

1. Streetparade, zum August in Zürich mit ca. 900.000 Gästen (http://www.streetparade.ch)
2. Loveparade, zum Juli in Berlin mit ca. 500.000 Gästen (http://www.loveparade.net)
3. G-Move, zum Pfingstwochenende in Hamburg mit ca. 250.000 Gästen (http://www.gmove.de)
4. Vision-Parade, zum Juni in Bremen mit ca. 150.000 Gästen (http://www.vision-parade.de)
5. Reincarnation, zum August in Hannover mit ca. 100.000 Gästen (http://www.reincarnation-hannover.de)
6. Future Parade, zum August in Brockhagen/Bielefeld mit ca. 60.000 Gästen (http://www.future-Parade.de)
7. Nature One, 4 Tage im August in Kastellaun mit ca. 50.000 Gästen (http://www.natureone.de)
8. SonneMondSterne, zum August in Saalburg mit ca. 25.000 Gästen (http://www.sonnemondsterne.de)
9. Blue Parade zum August auf 3 Schiffen zwischen Düsseldorf und Köln und vier Hallen mit ca. 20.000 Gästen (http://www.blue-parade.de)
10. Unite Parade, zum Juli in Salzburg mit ca. 20.000 Gästen (http://www.uniteparade.org)
11. MayDay, zum 1. Mai in Dortmund mit ca. 20.000 Gästen (http://www.mayday.de)
12. Time Warp, zum März in Mannheim mit ca. 15.000 Gästen (http://www.time-warp.de)
13. Fuckparade, zum Juli in Berlin mit ca. 4.000 Teilnehmern (http://www.fuckparade.de)
14. Nachttanzdemo, im Sommer / Herbst in Frankfurt mit ca. 2.000 Teilnehmern (http://www.kulturoffensive.org/ntd.html)

Organisation

Größere Raves sind bis auf wenige Ausnahmen auf mehrere Hallen und Räumlichkeiten verteilt. In jeder Halle ist ein etwas anderer Musikstil anzutreffen. Insbesondere die in den Chill-Out-Rooms gespielte Musik ist in der Regel äußerst avangardistisch. Eine wichtige Rolle für den Erfog eines Raves spielt neben dem sog. Line-up, der DJ-Besetzung, die verwendete PA sowie die Ausstattung mit Licht und Deko. Da Raves relativ spät beginnen (selten vor Mitternacht), wird dann regelmäßig bis in den frühen Morgen gefeiert.

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