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Progressive Rock

 

     


Progressive Rock

Progressive Rock ist eine Musikrichtung, die ursprünglich (Mitte der 1960er Jahre) die damals relativ simple populäre Musik (Popmusik, Rockmusik, die den bekannten Mustern von z.B. Blues oder Rock'n'Roll entsprachen) um neue Harmonien und Instrumente sowie Einflüsse aus anderen Stilen wie der Klassik oder internationaler Musik erweiterte. Losgelöst wurde diese Welle vor allem durch die nahezu ohne Popularitätsverluste ausgelebte Experimentierfreudigkeit international renommierter Bands wie den Beach Boys ("Pet Sounds", 1966) oder den Beatles ("Rubber Soul", 1965 und "Revolver (Album)", 1966).

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Progressive Rock

stilistische Ursprünge:
Psychedelic Rock, Hard Rock, Klassische Musik, Elektronische Musik, Jazz, Folk und Weltmusik

Kultureller Ursprung:
1969 United Kingdom

Typische Musikinstrumente:
E-Gitarre - Akustische Gitarre - Mellotron - Hammond-Orgel - Moog-Synthesizer - Klavier -- Bassgitarre - Schlagzeug - Streichinstrumente -- Blasinstrumente

Stilrichtungen:
Symphonic Rock -- Art Rock -- Retro-Prog -- Neo-Prog -- Progressive Metal -- Zeuhl -- Krautrock -- Spacerock -- Rock In Opposition (RIO) -- Canterbury

verwandte Themen
Krautrock -- Frank Zappa -- Kontrapunkt -- 1960er - 1970er

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Besonders das Aufkommen der elektronischen Tasteninstrumente, wie Hammond-Orgel, Mellotron, später auch der Synthesizer, trug dazu bei und führte Ende der 1960er, getrieben von den Entwicklungen der 68er-Bewegung, zur Entstehung eines neuen Genres, dessen Protagonisten und Publikum sich fernab von althergebrachten musikalischen Schemata unter Verwendung elektronischer Instrumente einer neuen Form von Musik hingaben.

Als Schlüsselwerke des frühen Progressive Rock sind Pink Floyds Psychedelic-Rock-LP "The Piper At The Gates Of Dawn" (1967) und das von Keith Emersons Band The Nice eingespielte Klassikrock-Album "The Thoughts Of Emerlist Davjack" (1968) zu zählen. Den endgültigen Startschuss der klassischen Ära des Progressive Rock setzte die King-Crimson-Veröffentlichung In The Court of the Crimson King (1969). Zu den einflussreichen Interpreten der frühen Jahre des Progressive Rock (kurz: Prog[Rock]) gehören neben King Crimson unter anderem Genesis, Yes, The Nice-Nachfolger Emerson Lake and Palmer, Camel, Supertramp, Jethro Tull, Kansas, Mike Oldfield und Gentle Giant.

Später wurde der Begriff etwas weiter gefasst, die Übergänge zu anderen Richtungen sind fließend. Insgesamt versteht sich Prog als intellektuellere, vielfältigere Spielart des Rocks mit Einflüssen aus der Klassik, dem Jazz, Folk und vielen anderen Spielarten, die meist von intensiven lyrischen und musikalischen Konzepten getragen werden.

Zu den Eigenschaften der Musik, die zum Prog gerechnet wird, gehören typischerweise
• Harmonik: Modulationen zwischen zum Teil ungewohnten Tonarten, "krumme" Intervalle
• Rhythmik: Ungerade Takte (5er, 7er usw.) und komplexe Rhythmen, Taktwechsel
• Instrumente: Synthesizer, "klassische" und "internationale" Instrumente wie Geige, Flöte, Saxofon o.ä.
• Melodik: Anleihen aus klassischer oder fremdländischer Musik
• Struktur: Lange Titel mit mehreren Unterteilungen, häufig als Konzeptalbum
• Komplexität: Schwierige Instrumentalparts, die zum Teil erhebliche Virtuosität erfordern

Die Reihe der Bands, die heute zum Progressive Rock gezählt werden, ist lang. Zu den relativ populären Gruppen, die heute (zum Teil auch nach bereits Jahrzehnte langer Bandgeschichte) produktiv sind, gehören Dream Theater, Rush, Saga, The Flower Kings, Spock's Beard, Arena, die Prog-Supergroup Transatlantic, Marillion, IQ und viele mehr.

Seit der Entstehung der ersten Tendenzen in diese nunmehr als Retro-Prog gefasste Sparte des Genres regten sich bereits Entwicklungen hin zu anderen Subkategorien, die sich verschiedenster Motive, Instrumente und Inspirationen hingeben. Hierzu zählen vor allem Krautrock und Deutscher Prog der 70er, NeoProg, symphonischer Prog, Canterbury Rock, die gesamte Welt der elektronischen Musik sowie verschiedene regionale/nationale Entwicklungen wie z. B. in Italien in den 70ern oder in Skandinavien in den 90ern.

Die mitunter wichtigste und maßgeblichste Entwicklung, zumal in den letzten Jahren, ist der Progressive Metal, dessen bekannteste Vertreter, Dream Theater, Fates Warning, Queensrÿche und Symphony X, nahezu jedem Genreinteressierten geläufig sind.

Völlig neue Trends setzten und setzen Bands wie die Soundperfektionisten von Nine Inch Nails und Tool, sowie Sigur Rós, Radiohead, The Mars Volta, Mogwai, Planet X (Band), Primus oder Porcupine Tree.

Die Bildung von Supergroups zwischen Mitgliedern renommierter Bands erfreut sich großer Beliebtheit (als Beispiel seien die bereits erwähnten Transatlantic sowie A Perfect Circle, Liquid Tension Experiment, Oysterhead, Office Of Strategic Influence und The Jelly Jam genannt), während wiederum zahllose Genrevertreter trotz ihrer teilweise beachtlichen Popularität innerhalb der Szene bereits vor ihrem Durchbruch zerbrachen (wie Änglagård und Psychotic Waltz, um nur zwei Beispiele zu nennen).

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