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Mambo

 

     


Mambo

Dieser Artikel befasst sich mit dem Tanz Mambo. Für den Beitrag über das gleichnamige Open Source Content Management System siehe Mambo Open Source

Definition und Entstehung

Das (vermutlich kreolische) Wort Mambo beschreibt den Begriff eines religiösen Gespräches (z.B. mit Göttern) oder einer heiligen Handlung. Es stammt aus dem afrikanisch geprägten Kuba.

Ursprünglich entstand der Mambo als das Ergebnis einer Mischung aus dem Son und dem Danzón. Den ersten richtigen Mambo schuf jedoch Dámaso Pérez Prado. Er benutzte den Montuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu definierte Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Doch dieser Stil blieb nicht lange bestehen. Durch die Übersiedlung vieler Süd- und Mittelamerikaner in die USA während des Zweiten Weltkrieges kam es sehr schnell zu einer leichten Vermischung aus kubanischen Rhythmen und dem Jazz. Folglich beeinflusste der Jazz nun auch den Mambo und verlieh ihm seine besondere, bis heute erhaltene Note.

Mitte der 50er Jahre erreichte der neue New Yorker Mambo auch Europa, wo er sich sehr schnell einer großen, jedoch kurzlebigen Beliebtheit erfreute. Den Durchbruch hat er dem Titel "Rio Mambo" von Pérez Prado zu verdanken, welcher die Charts im Sturm eroberte. Dieser Erfolg war jedoch nicht von Dauer. Da Rhtythmen und Tanz sehr kompliziert sind, geriet er schnell wieder in Vergessenheit. Erst in den 80er Jahren kam er wieder in Mode, nicht zuletzt durch den 1987 erschienenen Film Dirty Dancing und das dazugehörige Lied "(I've Had) The Time Of My Life" von Jennifer Warnes und Bill Medley. Heute wird dem Mambo allerdings die verwandte und aus ihm abgeleitete Salsa bevorzugt. Auch die Rumba und die Chachachá traten an seine Stelle.

Der Tanz

Getanzt wird der Mambo im 4/4 Takt bei ca. 45 Takten in der Minute. Begonnen wird auf den zweiten Takt, der Herr mit Links nach vorne, die Dame mit Rechts nach hinten. Im zweiten und vierten Takt findet eine ruckartige Seitwärtsbewegung der Hüfte statt. Alle Schritte müssen möglichst zügig und klein ausgeführt werden, damit die Hüfte eine Chance hat, ihre wichtige Bewegung zu vollziehen (ohne Hüfte ist es kein guter Mambo mehr). Auf Takt 1 erfolgt eine Pause, anschließend wiederholen sich die Schritte.

Zusätzlich zum Basic Movement (Grundschritt) gibt es natürlich noch diverse Figuren. Typisch für den Mambo sind Cross Body Lead, Scallop und Natural Top sowie die Abwandlung Open Break to Natural Top.

Der Mambo sowie auch die Salsa gehören nicht zum Welttanzprogramm. Darum werden sie i.d.R. auch nicht in normalen Tanzkursen gelehrt. Wer den Mambo erlernen will, muss hierfür spezielle Kurse buchen, die jedoch von den meisten Tanzschulen in unregelmäßigen Kursen angeboten werden.

Im Allgemeinen ist es für einen Europäer jedoch relativ schwierig, den Mambo "richtig" zu erlernen, da er mit anderen Rhythmen und tänzerischen Bewegungen aufwächst. V.a. die stetige und für die Ästhetik des Tanzes sehr wichtige Hüftbewegung bereitet den meisten auf Dauer Schwierigkeiten. Auch die Tatsache, dass man weder den Tanz noch den Rhythmus des Mambo verstehen kann, sondern diese einfach fühlen muss, bedarf sehr viel Einfühlungsvermögen, Zeit und Übung.

Titel

Es gibt unzählige Künstler und noch mehr Titel, die den Mamborhythmus zum Besten geben. Es lässt sich nicht wirklich definieren, welcher Titel nun wirklich gut ist und welcher nicht. Das ist Geschmackssache. Sehr bekannt dürfte Pérez Prados "Mambo No. 5" sein, welcher 1999 von Lou Bega gecovert wurde und die Hymne der NFL Europe war. Aber für den Interessierten, der nicht weiß, wo er anfangen soll, hier ein paar bekannte Stücke:

• Art Pepper - Mambo de la pinto
• Celeste Mendoza - Te di un beso sin importancia
• Cortijo - El mantequero
• George Shearing - Mambo caribe
• Joe Cuba Sextet - Siempre sea
• La Sonora Matancera - Eugemio
• Machito & His Afro Cuban Orquesta - Holiday Mambo
• Oriental Orquesta - Mi son changui
• Pérez Prado - Martinica, Que rico el mambo, Mambo No. 5, Mambo No. 8
• René Grand - Carmen
• Stan Kenton - Peanut vendor
• Tito Puente - Mambo inn
• Tito Rodriguez - Roy roy Mambo

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